Einfach mal lachen oder schmunzeln!! 26. Dezember 2011 bis 1. Januar 2012 Seit Silvester 2004 feierten wir gemeinsam im Restaurant der Tennisanlage den Jahresübertritt. Für diesen Silvester war ich zu müde das Organisations- zepter zu übernehmen. Umso schöner war dann die Idee von Maja diesen Sil- vester im Chlaushüsli zu feiern. Für mich gibt es nichts Schöneres als mit Freunden und Bekannten solche spezielle Momente, wie der Jahresübertritt ei- ner ist, zu verbringen. Eine bessere Umgebung, um Silvester zu feiern, als in diesem Holzhüttli, gibt es kaum. Am nächsten Silvester werde ich mir eine klei- nere Zigarre genehmigen… und freue mich bereits jetzt wieder auf einen schö- nen Abend… Allen vielen Dank und speziell Maja für ihre Arbeit! 19. bis 25. Dezember 2011 Montags erfuhren wir die erfreuliche Nachricht, dass der Regierungsrat, auf- grund unseres eingereichten Referendums, mit der geplanten Einführung des Selbstbehaltes in der Grundpflege in 2012 um 1 Jahr warten will. Damit kann das Aargauer Volk im nächsten Jahr über diesen horrenden Satz von jährlich über 7000 Franken Selbstbehalt, für Menschen die zu 100 Prozent auf Hilfe angewiesen sind, selber abstimmen. Das weitere Vorgehen liegt nun ein Re- gierungsrat, wobei im April das gesamte Parlament mit dem Regierungsrat neu gewählt wird. „Ich freue mich ausserordentlich, dass damit auch eine Signalwirkung bezüglich unseren demokratischen Möglichkeiten übermittelt werden konnte.“ Fokus TeleM1: Aufgrund meines schlechteren Gesundheitszustandes wäre ein weiterer Auf- enthalt im SPZ sinnvoll. Dies „belegen“ die pneumologischen und neurologi- schen Statusberichte vom SPZ bzw. Kantonsspital Aarau. Zu meinem Erstau- nen (!) erhielt ich anfänglich von meiner Krankenkasse/Kostenträger eine ne- gative Antwort auf den geplanten Aufenthalt. Eigentlich bin ich sehr erschrok- ken, dass trotz Chefarzt, Oberarzt, Hausarzt und Palliativearzt, sich (m)ein Kostenträger mit einem mir völlig unbekannten Vertrauensarzt über alle Spe- zialisten „stellen“ kann. Vor kurzem hat der Nationalrat wie der Ständerat einer detaillierten Einsicht durch die Kostenträger/Krankenkassen in die Krankheits- daten, unter dem Motto Wirtschaftlichkeit, zugestimmt. Da besteht die Gefahr, dass Kosteneinsparungen am falschen Ort erfolgen, auf Kosten medizinischer Qualität und vor allem zu Gunsten des Patienten. Wie hiess doch früher der Spruch? „Zu viele Köche verderben den Brei“ oder „Schuster bleib bei deinen Leisten“.. Damit möchte ich dieses Thema belassen, denn zu meinem nochmaligen Er- staunen, bekam ich 4 Tage später eine Kostengutsprache meiner Krankenkas- se. Ich hoffe sehr, dass es den anderen ALS Patienten in der Schweiz mit ihren Kostenträger ebenfalls so reibungslos abläuft. Weihnachten feierten wir mit einem feinen Nachtessen gemeinsam mit mei- nem Bruder. Ohne Geschenke geht es nicht, die Freude etwas zu Schenken ist oft grösser, als zu Erhalten. Für mich ist das Schönste gemeinsam am Tisch zu essen und zu geniessen! Mir scheint aufgrund des nachfolgenden Beitrags, dass es auch ohne die Kirche gehen kann.. 12. bis 18. Dezember 2011 Anna, eine Bekannte von uns, besuchte mich diese Woche mit einem jungen Pfarrer aus Nord-Bosnien. Dieser ist sehr beschäftigt am Wiederaufbau von mehreren zerstörten Dörfern im Norden von Bosnien. Ungefähr 50'000 Men- schen können in dieser Region nicht zurück in ihre Heimatdörfer, weil es an allem fehlt. Eine Organisation oder Versicherung, die wie bei uns, innerhalb von Wochen ein vom Hagel ästhetisch beschädigtes Dachwasserabflussrohr wiederum ersetzt, ist nicht vorhanden… Fazit: Ich denke es täte uns allen manchmal gut, unsere Lebens-Grundwerte etwas zu überdenken und neu „einzuordnen“!! Donnerstag bekam ich Besuch von Fabian Unteregger und seinen Eltern. Ein Kontakt in unserer Verwandtschaft der mich ungemein freut. David, ist seit 6 Wochen in der Rekruten- schule und er fehlt mir sehr. Durch die grosse zunehmende Müdigkeit (mangelhafte Atmung) habe ich viel Zeit zum nachdenken. Eigentlich ist es mehr als ein Nachdenken, es ist für mich Meditation in der ich vermutlich immer noch zu viele Überlegungen miteinbeziehe. 5. Dezember bis 11. Dezember 2011 Am diesjährigen Benefiz-Ceilidh (Schottischer Tanz) in Würenlos  sammelten die Veranstalter zum 4. Mal für die ALS-Vereinigung.ch. Am Donnerstag, 8. Dezember 2011 überreichte uns Jenny Bärlocher, einen Spenden-Check in der Höhe von 14‘000 Franken. Im Namen der ALS-Vereinigung.ch vielen Dank!  > pdf.. Nun bin ich froh, dass wir das Referendum mit über 6‘000 Unterschriften der Kantonsregierung in Aarau einreichen konnten. Damit findet für mich ein “ver- söhnlicher” Abschluss meiner öffentlichen Tätigkeit statt. Während meiner Tätigkeit nach meinem Berufsleben, fand ich viel Genugtuung im tun für ALS. Die unterschiedlichen Lebensauffassungen oder Lebensgewichtungen zwischen einem ALS Betroffenen und gesunden Menschen, können zu einer Gratwanderung werden. Weder für Betroffene noch für Gesunde, gibt es dazu ein „Betty Bossi“ Kochrezept. Einerseits verhalf mir mein Ehrgeiz, diese verdammte Scheisskrankheit, ja und es ist eine Scheisskrankheit, besser zu ertragen, anderseits ist es natürlich das Umfeld, nicht nur die direkten Angehörigen, sondern Freunde, die sehr viel Gutes beitragen können. Damit dies gelingt benötigt es gegenseitiges Verständnis und Toleranz.   „ Zu 100 % auf jegliche Hilfe abhängig zu werden und zu sein, kann von niemandem einfach verstanden werden, dies weiss nur wer es lebt. „   Ein Zitat von mir:  „ Heute sind lösbare Probleme die grösseren Probleme als unlösbare Probleme “ Ich denke, Menschen mit einer Krankheit, wie beispielsweise ALS, sind zu diesem Punkt und zum wirklichen Sinn des Lebens, sensibilisierter und der Verständlichkeit dazu etwas näher gekommen… Nun hoffe ich mit meinem nächsten Projekt einen (möglichst) allen gerecht zu werdenden Abschluss zu finden… 28. November bis 4. Dezember 2011 Mit viel Freude konnte ich die letzten Wochen die wahnsinnige sportliche Lei- stung von Roger Federer mit verfolgen. Mittlerweilen kann ich die Spiele richtig geniessen, obschon natürlich die Nerven oft etwas strapaziert werden. Doch meine Freude über diese Leistung von Roger lässt mich das Leiden verges- sen! Grosse Freude bereitet natürlich auch der enorme Rücklauf, der zum Teil be- reits beglaubigte Unterschriften, für unser Referendum. Dieses wird am 9. Dez. der Regierung überreicht. Eishockeyspiel in Weinfelden: vor genau 2 Jahren durfte ich in Weinfelden, damals noch mit Guido Laczko neben mir, ALS und unsere Vereinigung an der Eröffnung der neuen Eishalle mit ein paar Worten miterleben und begleiten. Diesen Freitag durften wir wiederum, in Gedenken an Guido Laczko, am Mei- sterschaftsspiel in Weinfelden die Krankheit in Erinnerung rufen und es wurde wiederum für knapp 3000 Franken gespendet. Allen denjenigen, die uns dies ermöglichten, meinem Bruder der mich gefahren hat, meinen Vorstandsfreun- den, die mich dieses Jahr begleitet und enorm unterstützt haben und natürlich bei Ruth Laczko und ihrer Freundin Fabiola ebenfalls ein herzliches Danke- schön. Dem HC Thurgau und seinen Verantwortlichen und ein rieses Danke- schön an Rosi, dem „Engel“ der Eishalle Weinfelden, die jedes Jahr, bereits zum 3. Mal, mit viel Herzblut auf die Spendenrunde ging. 21. bis 27. November 2011 Leider macht mein Krankheitsverlauf, auch wenn er etwas langsamer verläuft als üblich, keine Pause. Gemeinsam mit Palliativ-Mediziner Andreas Weber und meinem Hausarzt Kaspar Schild besprachen wir das gemeinsame Vorge- hen, in meiner Zeit zuletzt. Dazu sind die wichtigsten Punkte in meiner Patien- tenverfügung aufgeführt. Bei ALS Patienten, aber eigentlich auch im normal verlaufenden Leben, ist es wichtig sich rechtzeitig über das eigene Versterben zu unterhalten. Damit kön- nen insbesondere die Angehörigen, soweit möglich, etwas entlastet werden. 14. bis 20. November 2011 In dieser Woche gehörte das Unterschriften sammeln bereits der Vergangen- heit an. Nun müssen die über 4700 Unterschriften zur amtlichen Beglaubigung an die einzelnen Gemeinden verschickt werden. 7.  bis 13. November 2011 Aufgrund vieler unterstützender Helferinnen und Helfer beim  Unterschriften sammeln, war in dieser Woche erkennbar, dass wir weit über 4000 Unterschriften erhalten werden. Der TeleM1 Beitrag im Fokus über das Referendum und ALS, war für uns eine schöne und gute Sache.   31. Oktober bis 6. November 2011 Dass es noch einen schwerer Tag als den Tag an dem ich meine Diagnose er- hielt geben könnte, hätte ich nicht geglaubt. All diejenigen die ich enttäuscht habe, bitte ich um Verzeihung! 24. bis 30. Oktober 2011 Immer noch ist fleissiges Unterschriften sammeln angesagt. Simon Huwiler, studiert Journalismus in Luzern und schreibt seine Diplomar- beit in Form eines Porträts zu meiner Person. Zum ersten gemeinsamen Ge- spräch trafen wir uns am Samstag bei herrlichem Wetter bei mir zuhause auf der Terrasse. Ich freue mich schon jetzt auf seine Arbeit und bin überzeugt, dass er eine gute Diplomarbeit schreiben wird. 17. bis 23. Oktober 2011 Wiederum gab es einiges in der Woche im Zusammenhang mit dem Referen- dum für die Pflegefinanzierung zu tun. Wiederum froren wir uns zum 3. Mal den A…. ab, diesmal in Zofingen. Es ist bemerkenswert wie verschieden die Menschen in Aarau und Zofingen sich zu dem Referendum verhalten. Siehe dazu Berichte unter www.referendumskomitee.ch. Am Sonntag fuhren meine Schwiegereltern nach 2 Wochen Unterstützung wiederum nachhause. Ich ver- misse sie sehr. 10. bis 16. Oktober 2011 Am Sonntag sind die Schwiegereltern für 2 Wochen zu uns gekommen. Eine grosse Hilfe für mich und meine Familie. Mit Margrit wollte ich Amma die Frau, welche die ganze Welt umarmt, am Dienstag in Winterthur besuchen. In den letzten beiden Jahren, durfte ich mit Margrit in die Welt der Meditation „abtauchen“. Leider wurde aus dem Besuch nichts, da ich mit Verdacht auf Thrombose frühmorgens nach Aarau ins Spital gebracht werden musste. So ist Margrit gleich als Begleitung eingesprungen. Vielen Dank. Lions Club Meilen: in Meilen durften wir ein weiteres Referat zur Krankheit ALS halten. Luca ein Freund aus Bern (Jugendzeit) hat uns dies vermittelt. Be- gleitet wurde ich ein weiteres mal von Isabelle. In dem Club herrscht eine sehr gute Atmosphäre! Das Interesse an der Krank- heit ALS war sehr gross und dies führte nicht nur zu einer qualitativ guten Fragerunde, sondern schon eher zu einem kleineren Dialog. Das Essen war ein Genuss (Steinbeisser-Fisch) und wir haben uns am Tisch allgemein noch sehr gut unterhalten können. Den Lions Meilen nochmals besten Dank. 3. bis 9. Oktober 2011 Meine Haupttätigkeit richtet sich nun momentan fast nur noch für das Referen- dum aus. Am Donnerstagabend begleitet mich Markus ins Kino. Gemeinsam mit Jörg und Felix schauten wir den Film Mitternacht in Paris an. Referendumsstart in Wohlen: bei strömenden Regen und bissiger Kälte star- teten wir im wohnen mit der Unterschriftensammlung betreffend den Referen- dum Pflegefinanzierung. 26. September bis 2. Oktober 2011 Vorbereitungsarbeiten und erste Sitzung mit Esther und Isabelle für unseren Referendumsstart betreffend Pflegefinanzierung. Am Samstag durfte ich zum zweiten Mal neben der Spielerbank das Fussball- spiel Wohlen gegen Delémont erleben. Verdient das Schlussresultat von 1 : 1. 19. bis 25. September 2011 Rotary, Treffen Basel: begleitet von Isabelle, traf ich mich zum zweiten Mal mit Gerd und Martin. Ein Gespräch im Rahmen des Rotary Projektes zum Thema Palliative Pflege fest oder Pflegeaufenthalt für ALS Betroffene. Eishockeyevent: Treffen mit Fabiola aus der Ostschweiz. Gemeinsam haben wir den geplanten Eishockeyevent vom April 2012 vorgesprochen. Ebenso das Eishockeyspiel vom 2. Dezember 2011 in Weinfelden. Grabplatte unseres Papas: An einem der wohl letzten und schönsten Herbstsommertage  sind mein Bruder Daniel und ich nach Sargans gefahren und haben die Grabplatte unseres verstorbenen Vaters etwas an- ders versetzt. Vor der Arbeit stärksten wir uns in der Altstadt mit einem herrlichen Mittagessen. In der Altstadt unter dem Schloss mit Blick auf den Pizol, die dazwischenliegende Auto- bahn ausgeblendet, hat man in dem Städtchen den Eindruck noch 100 Jahre zurückzuliegen… Wohlen-Bellinzona: zum ersten Mal konnte ich neben der Spielerbank das Fussballspiel gegen Bellinzona blickfrei aus meinem Elektrorollstuhl geniessen. Beide Mannschaften waren ausgeglichen zum Schluss erzielte Bellinzona mit etwas Glück das Siegestor zum 0 : 1. Es war herrlich und ich freute mich bereits auf das nächste Spiel. Dem FC Wohlen und dem Trainer ein herzliches Dankeschön für diese Toleranz. 12. bis 18. September 2011 Einbürgerungsfeier: Mittwochs waren wir an einer kleinen Einbürgerungsfeier eingeladen. Anna feierte ihre Einbürgerung und den Geburtstag zugleich. Ihr Engagement im sozialen Bereich und ihre grosse Freude Schweizerin gewor- den zu sein, steckt an und würde einigen Eidgenossen gut tun. Nebst vielen administrativen Papieren musste sie zusätzlich insgesamt über 4‘500 Franken für die Einbürgerung bezahlen. Aufgelockert und umrahmt wurde der Abend mit Alphornbläser und mit dem Lied der „Schacher Sepp“ und einigen guten Witzen. “Wir wünschen Anna nur das Beste!” 30. August bis 11. September 2011 Geburtstag: Am Samstag 3. September 2011 feierten Monika und ich gemein- sam mit Freunden unseren Geburtstag. Elsbeth F. danken wir für die herrli- chen Spaghettisaucen. Allen unseren Freunden vielen Dank für ihr Kommen und die lieben Geschenke.  „Das grösste Geschenk ist das Zusammensitzen.“  Es war ein sehr schöner, gemütlicher Nachmittag mit feinem Essen und Trin- ken, sowie allgemeine gute Gespräche. So ist es zumindest auf den Bildern zu entnehmen... Bilder: Aarau-Wohlen: Am Samstag darauf spielte der FC Aarau gegen den FC Wohlen. Hans und Susanna holten mich zuhause ab. Gemeinsam mit Pitsch und Odette assen wir die obligate Bratwurst vor dem Spiel. Es war ein so wunderbarer Spätsommerabend, dass wir das verlorene Spiel rasch verdaut hatten und uns auf die Rückrunde mit einer Revanche freuen. Ich habe es sehr genossen! 23. bis 29. August 2011 Workshop der ALS-Vereinigung Ein sehr anstrengender Tag mit einigen Auseinandersetzungen bezüglich Vor- gehensweise im Vorstand. Zusammengefasst: Die ALS-Vereinigung.ch ist sehr rasch gewachsen und hat viele viele wichtige Aufgaben und Ziele die es gilt umzusetzen. Vieles ist erreicht erreicht, doch braucht es für eine Nachhaltigkeit des Vereines noch viel Durchhaltewillen und Energie. In den letzten 4 Jahren haben wir über Fr. 150'000.-- für Betroffene und ihre Angehörigen Finanzhilfe geleistet. Mit zunehmendem Bekanntheits- grad werden diese Aufwendungen zu nehmen. Leider bekommen wir vom Bundesamt für Sozialversicherungen BSV keine finanzielle Unterstützung. Wir müssen für unsere fixen Ausgaben entsprechende feste Einnahmen regene- rieren. Pizzaessen in Aarau Ein unvergesslicher Abend mit vielen jungen hübschen Damen beim Pizzaessen. Fast ein Jahr nach unserem Eishockeyevent vom 4. Sept. 2010 in Zug, konnte ich im Namen der ALSVereinigung.ch unsere Helferinnen einladen. An dieser Stelle meiner Tochter Sara und ihren Freundinnen ein herzliches Dankeschön! Einmal mehr! Auch ein Dankeschön an Isabelle Facchini! Beiratstreffen in Aarau Ein unvergesslicher Abend im negativen... oder entäuschenden Sinn. Zusammengefasst: Das Ziel, den Vorstand und den Beirat der ALS-V.ch näher zubringen, wurde in der kurzen Vorstellungsrunde der Beiräte, vorwiegend durch einen Teilnehmer, geprägt und praktisch verhindert. Dabei spielen persönliche Anliegen, Ansich- ten eine übergeordnete Rolle und lassen sich prioritär schlecht zu den Zielen der ALS-V.ch zuordnen. So interessieren uns Diskussionen oder Gärtchenver- tretungen im medizinischen Bereich, zwischen dem einen Kantonsspital zum anderen, nicht oder wenig. Noch weniger müssen wir uns, nach unserer vier- jährigen Tätigkeit und der Erkenntnis der dringend erforderlichen Hilfe für an ALS Betroffene, gegenüber anderen Institutionen in irgendeiner Form gegen- überstellen oder gar rechtfertigen. Wir werden nun die dem Beirat zukommen- de Rolle bis Ende Jahr definieren und nochmals mit dem Beirat besprechen. 15. bis 22. August 2011 Am Montag einen Ausflug nach Freiburg im Breisgau mit meiner Familie, war ein schöner Wochenstart. Blicke und Begegnungen mit anderen Menschen in anderen Städten sind für mich immer wieder etwas „neues“, was mich wach hält und ich geniesse. Oft gibt es aber auch Blicke, welche meinen technisier- ten Elektrorollstuhl kaum mehr loslassen können… Dienstags wieder mal einen Routinebesuch bei meinem Neurologen in Aarau. Das gegenseitige Gespräch ist für mich enorm wichtig. Bei mir stellen sich Schwächen im Kaubereich dar. Liege ich zu flach, verengt die zurückhängen- de Zungenmuskulatur den Querschnitt meiner Atemröhre, ich bekomme zu we- nig Luft und fange noch mehr zum Schnarchen an.. Ab nun ist verschlucken verboten. Am Freitag hatte ich ein weiteres Referat bei den Lions in Muri. Im Dezember 2006, damals beginnend mit meinen Referaten für ALS, hatte ich bereits schon mal über ALS und das Leben damit, bei den Lions referieren dürfen. Wunderbare Begegnungen und ein schönes Wiedersehen und dies in einem der schönsten Räume! Im Klosterteil wo sich offenbar immer noch ab und zu die Habsburger treffen 8. bis 14. August 2011 Kurz vor meiner Abfahrt zu Marcel vernahm ich am Sonntag vom Versterben von André Nyhuis.Am 4. August 2011 konnte André zuhause einschlafen. Wiederum ist einer meiner Freunde an ALS gestorben! Ein paar Zeilen für André! Am Mittwoch trafen wir uns, Isabelle und ich mit Ruth Laczko, bei Daniela und Thomas auf dem Mutschellen. Wir waren zum Mittagessen eingeladen und haben uns sehr schön unterhalten. Robbie, der Sohn von Ruth und Guido schlägt schon ganz seinem verstorbenen Papa nach und lässt uns ein wenig im Guten das Traurige vergessen.. Auch an der Beerdigung von André am letzten Freitag, hat vor allem seine Tochter Luisa 10, vielen trauernden Menschen am Begräbnis ihres Vaters, Trost gespendet! André hätte sich sehr gefreut über seinen bunt bemalenen Sarg. Selbst wenn wir uns, vor dem Sterben, jeweils Monate nicht mehr sehen und geschweige nicht miteinander sprechen können, so fehlt mir jeder meiner verstorbenen ALS Freunde. Die kurzen Momente unseres Zusam- menseins, prägen sich unvergesslich ein. Ich denke es gibt eine nicht zu beschreibende Verbindung.   Sonntag, 7. August 2011 Marcel Aebischer hat seine Angehörige und Freunde von ihm zu einem „Freunde Event“ eingeladen. Marcel hat ebenfalls ALS und kann inzwischen nicht mehr sprechen. 1. bis 7. August 2011 Die Sommerferien sind fast vorbei und so langsam kehrt wieder der Alltag ein. Insbesondere bin ich froh, dass meine Therapien wiederum regelmässig ge- macht werden. Der Schwerpunkt für meine Therapien liegt klar bei der Atmung und der Lymphen (Lymphdrainage). Froh und positiv überrascht war ich über die recht kultivierte Knallerei an diesem 1. August. Tagsüber verbrachten wir mit Freunden einen herrlichen Tag im Waldshut. Heute kamen wieder einige meiner ehemaligen Klassenkameradinnen und –kameraden von Bern nach Wohlen auf Besuch. Es ist schön wie diese Kontakte trotz grosser Distanz so herzlich aufrechterhalten bleiben. Dass dabei praktisch immer Käthi und Urs, 2 Lehrer mit dabei sind, macht das Ganze noch „spezieller“. Das Waldpicknick am Dienstag und Wiedersehen mit Isabelle genoss ich sehr. Marcel Aebischer hat seine Angehörigen und Freunde zu einem „Freunde- Event“ am Sonntag, 7. August eingeladen und ich darf für ihn ein paar Worte zur Begrüssung an die Gäste richten. Dies werde ich sehr gerne für Marcel machen, denn er kann inzwischen nicht mehr zu seinen Angehörigen sprechen… Marcel hat seit Wochen und Monaten eine Geldsammlung für ALS organisiert und wird bis morgen der ALS-Vereinigung.ch überreichen. (Gerne berichte ich wieder darüber.) 25. bis 31. Juli 2011 Glücklicherweise sind meine Familie und Facchinis wieder gesund von ihren Ferien nachhause gekommen. Nach 10 Tagen Zusammenleben und Hilfe er- halten vom Bruder, gewöhnt man sich und es ist gar nicht so einfach wieder Abschied zu nehmen. Die Freude über die Ankunft meiner Lieben, war sehr gross. Die Zeit konnte ich nutzen mit Anpassungen an meiner Elektronik zum Kom- munizieren. Ebenfalls besuchte ich die „Pflegi in Muri“ und hatte ein sehr gutes Gespräch mit dem dortigen Heimleiter. Grundsätzlich geht es darum, dass man sich mit ALS an vielen Orten verständlicherweise recht schwer tut. Die 3 Buchstaben ALS fürchten sogar Hospize…Es wird ein Projekt entstehen wovon ich später wiederum berichten werde. Die Idee mit der Swisscom ein Spezial-Abonnement für Schwerstbehinderte Menschen, die auf Kommunikation nach aussen angewiesen sind, zu schaffen, lässt mich nicht los und dazu starte ich einen neuen Versuch. Des Weiteren laufen natürlich die Gedanken und Planungen für das bevorstehende Referen- dum gegen die Pflegefinanzierung im Kanton Aargau. Recht geärgert habe ich mich diese Woche über das Schreiben der SVA im Zusammenhang mit der Rente meines Sohnes David. Das Schreiben bekam ich wegen Ferienabwesenheit meiner Familie erst am 26. Juli 2011 zum Le- sen. Die darin enthaltenen Aufforderungen, datiert vom 15. Juli 2011, sind in- nert 20 Tagen zu erledigen. Zusammengefasst: Man wird von gewissen Ämtern etwas sehr unmenschlich behandelt.. Nun freue mich an dem zurückgekehrten Sommer und auf den morgigen Ausflug nach Waldshut. Trotz meinem „Patriotismus“ mag ich diese doofe Knallerei überhaupt nicht mehr! 18. bis 24. Juli 2011 Trotz heftigen Regenfällen in dieser Woche, haben wir praktisch jeden Abend gegrillt und sind mit Freunden abends gemütlich zusammengesessen. Mein Bruder und ich hatten es gut und eine sehr gute Woche verbracht. Ich bin ihm für diese nicht selbstverständliche Betreuung sehr dankbar, während der Ab- wesenheit meiner Familie! Vielen Dank Dani. Ebenso möchte ich mich bei meinen Freunden bedanken, die uns zum Essen während dieser Ferienzeit eingeladen hatten und uns sogar das Essen nach- hause brachten. Nun freue ich mich wieder sehr auf meine Familie! Jean-Pierre Blanchard, ein Künstler wie RF 15. bis 17. Juli 2011 Ein heftiges Unwetter, mit fast tennisballgrossen Hagelgeschossen, nachts um 1 Uhr, begleitet mit Strom- und entsprechenden Luftzufuhrunterbruch, liessen Weltuntergangsstimmung aufkommen… um Wohlen blieb kein Auto, welches draussen stand unbeschädigt. Meine Familie ist im Urlaub und mein Bruder schaut in der Zeit, dass ich nicht verhungere… Einen gemütlichen Abend verbrachten wir mit meinen ehemaligen Arbeitskol- legen vom Kanton und einen zweiten Abend, mit meinen Tennisfreunden. Am Samstag fuhr ich mit meinem kinngesteuerten Rollstuhl wieder einmal seit längerem ins Dorf. Diese Woche ist viel Besuch und Grillieren angesagt. > mehr Fischis Crew 4.9.2010
Prügelnde Priester